Die Fellpflege ist unerlässlich für die Hautgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden Ihres Hundes. Vernachlässigt man die Fellpflege, sieht Ihr Hund nicht nur schmutzig aus und riecht unangenehm, sondern es besteht auch eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung.
Durchblutungsstörungen, bakterielle und Pilzinfektionen, Krustenbildung, Schnittwunden und Hotspots gehören zu den vielen gefährlichen Folgen mangelnder Fellpflege beim Hund. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit den empfohlenen Pflegeintervallen für verschiedene Felltypen und Rassen.
Wie oft sollten Hunde gepflegt werden?
Wie oft man seinen Hund pflegen sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Pflegeaufwand variiert stark je nach Hunderasse. Manche Rassen, wie der Pudel und der Afghanische Windhund, benötigen häufige Pflege, während kurzhaarige Hunde wie der Boxer und der Beagle nur minimalen Pflegebedarf haben.
Wie oft ein Hund gepflegt werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Rasse, Fellart und Haarlänge. Auch der Lebensstil des Hundes und eventuelle Tierhaarallergien spielen eine Rolle.
Ein Hund, der viel Zeit im Freien verbringt, muss häufiger gepflegt werden, selbst wenn er einer pflegeleichten Rasse angehört. Ebenso kann es bei Tierhaarallergien bei Ihnen oder einem Mitbewohner nötig sein, den Hund häufiger zu pflegen, um die Menge an Hundehaaren in der Wohnung zu reduzieren.
Es ist wichtig, die Pflegebedürfnisse Ihres Hundes zu kennen, da mangelnde Pflege ein Gesundheitsrisiko für ihn darstellen kann. Im Folgenden finden Sie umfassende Informationen zu den Pflegebedürfnissen verschiedener Hunderassen.
Kurzhaarige Hunde

Kurzhaarige Hunderassen wie der American Foxhound neigen weniger zu Problemen wie Verfilzungen und unangenehmem Geruch und müssen daher nicht so oft gepflegt werden wie langhaarige Hunde. Sie benötigen außer aus medizinischen Gründen nicht einmal einen Haarschnitt.
Kurzhaarige Rassen benötigen jedoch regelmäßiges Bürsten, um Schmutz zu entfernen. Wenn Ihr Hund sich nicht viel im Freien aufhält, reicht es in der Regel aus, ihn alle zwei Monate zu pflegen.
Zu den kurzhaarigen Rassen gehören unter anderem der Affenpinscher, der American Staffordshire Terrier, der Australian Cattle Dog, der Boston Terrier, der Dobermann und der Mops.
Langhaarige Hunde

Langhaarige Hunde mit flauschigem Fell benötigen häufige Fellpflege, da ihr Fell leichter verfilzt. Außerdem sammelt sich in langem Fell schneller Schmutz an und es fettet schneller als kurzes Fell.
Langhaarige Rassen wie der Australian Shepherd und der Border Collie müssen zweimal täglich gebürstet und alle vier bis sechs Wochen gebadet werden. Da diese Hunde saisonal haaren, ist eine professionelle Fellpflege alle drei Monate wichtig, um das Fell Ihres Hundes länger gesund und sauber zu halten.
Der Cavalier King Charles Spaniel, der Chow-Chow, der Cocker Spaniel, der Komondor und der Irische Wolfshund gehören zu den pflegeintensivsten langhaarigen Hunderassen.
Hunde mit doppeltem Fell

Hunde mit doppeltem Fell besitzen zwei Fellschichten: eine weiche Unterwolle mit feinsten Haaren und ein hartes Deckhaar mit steifen Grannenhaaren. Die Unterwolle dient als isolierende Hülle und schützt den Hund vor extremen Temperaturen, während das Deckhaar Feuchtigkeit, Schmutz und schädliche Chemikalien abwehrt.
Lediglich die dichte Unterwolle wird abgeworfen. Rassen, die in Gebieten mit kaltem Klima beheimatet sind, haben in der Regel ein doppeltes Fell, wie beispielsweise der Deutsche Schäferhund, der Malamute, der Golden Retriever und der Pomeranian.
Viele Hunderassen mit Unterwolle, wie beispielsweise der Beagle, sind jedoch nicht winterfest. Zu dichtes Unterwollen kann die Hautatmung des Hundes behindern. Daher sollten Hunde mit doppeltem Fell alle 8 bis 10 Wochen professionell gepflegt werden, um alte und beschädigte Unterwolle vollständig zu entfernen.
Seidiges Haar

Da seidiges Fell schnell verfilzt, müssen Hunde mit seidigem Fell alle vier bis acht Wochen gepflegt werden. Alle Rassen mit seidigem Fell haben ein einzelnes, weiches und feines Haar, das schnell lang wächst und alle zwei bis drei Monate getrimmt werden muss.
Das Bürsten gehört für Besitzer seidighaariger Hunde zum täglichen Ritual. Baden hingegen sollte bei Bedarf von professionellen Hundefriseuren durchgeführt werden. Zu häufiges Baden macht das seidige Fell dieser Rassen nur brüchig und führt zu übermäßigem Haarausfall.
Der Afghanische Windhund, der Yorkshire Terrier, der Cocker Spaniel, der Silky Terrier und der Irische Setter sind die beliebtesten Hunderassen mit seidigem Fell.
Hunde mit lockigem Fell

Hunderassen mit lockigem Fell neigen besonders zu schwer zu entwirrenden Verfilzungen. Lockige Hunde benötigen daher alle vier bis sechs Wochen eine professionelle Fellpflege, um ein knotenfreies Fell zu erhalten.
Ist das Fell Ihres Hundes länger als 1,25 cm, sollten Sie ihn zweimal wöchentlich bürsten. Hunde mit einem Fell, das länger als 2,5 cm ist, müssen täglich gebürstet werden. Professionelle Hundefriseure empfehlen, das Fell nicht länger als 5 cm wachsen zu lassen.
Zu den beliebtesten lockigen Hunderassen zählen der Standardpudel, der Bichon Frisé, der Bedlington Terrier, der Portugiesische Wasserhund und der Zwergpudel. Auch Designer-Pudel wie Cockapoos und Labradoodles haben häufig lockiges Fell.
Drahthaarige Hunde

Drahthaarige Hunde sind am pflegeleichtesten, da ihr Fell nicht schnell verfilzt. Obwohl diese Rassen regelmäßiges Bürsten benötigen, können sie problemlos zwei bis drei Monate ohne Fellpflege auskommen.
Sie müssen sie auch nicht oft baden, da ihr drahtiges Fell von Natur aus spröde ist. Verwenden Sie zum Baden ein mildes, seifenfreies Shampoo ohne aggressive Chemikalien. Entwirren Sie vor dem Baden eventuelle Verfilzungen mit einer Drahtbürste.
Sie haben auch besondere Pflegebedürfnisse: Ihr dichtes Fell muss von Hand getrimmt werden. Dazu kann man ein Trimmmesser und einen Schleifstein verwenden, um abgestorbene und beschädigte Haare zu entfernen.
Der Zwergschnauzer, Border Terrier, Drahthaar-Foxterrier, Irischer Wolfshund und Drahthaar-Jack Russell sind die beliebtesten Rassen mit drahtigem Fell.
Gesundheitliche Vorteile der Hundepflege
Bei der Fellpflege geht es weniger um Ästhetik als vielmehr um die Gesundheit. Regelmäßiges Reinigen und Bürsten entfernt abgestorbene Hautschuppen vom Körper des Hundes. Das verbessert nicht nur das Aussehen Ihres Hundes, sondern beugt auch übermäßigem Haarausfall vor. Weitere Tipps zur Fellpflege finden Sie in unserem umfassenden Ratgeber zum Thema Fellwechsel bei Hunden .
Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Ihr Hund möglichst wenig haart, um die Verbreitung von Tierhaaren zu minimieren. Tierhaare enthalten schädliche Proteine, die bei Menschen allergische Reaktionen auslösen können.
Durch regelmäßige Fellpflege Ihres Haustieres können Sie unangenehme Symptome von Tierhaarallergien wie Schnupfen, Juckreiz, Husten, Gesichtsschmerzen und Druckgefühl, verstopfte Nase und Niesen vermeiden. Um Tierhaare zu entfernen, sollten Sie außerdem spezielle Tierhaarentfernungswerkzeuge verwenden, um Hundehaare in Ihrer Wohnung und anderswo zu beseitigen.
Regelmäßige Fellpflege ist gesund für Sie und Ihren Hund. Zur Fellpflege gehört auch das Schneiden der Krallen, wodurch das Risiko von Knochenverformungen bei Ihrem Haustier minimiert wird.
Da lange Krallen das Laufen für Hunde erschweren können, verändern sie möglicherweise ihre Körperhaltung, um den Krallen Platz zu machen, was zu Arthritis und anderen Beschwerden führen kann. Darüber hinaus beugt die Fellpflege Ohrenentzündungen vor, indem sie Ablagerungen und Schmutz in den Ohren des Hundes entfernt.
Professionelle Pflege oder Selbermachen?
Professionelle Hundepflege umfasst mehr als nur Baden, Reinigen und Bürsten. Ein professioneller Hundefriseur untersucht das Fell Ihres Hundes auf Zecken, Flöhe und andere Parasiten.
Sie bieten auch Dienstleistungen wie Krallenschneiden und Zahnreinigung an. Dank jahrelanger Erfahrung können professionelle Hundefriseure das Fell Ihres Hundes besonders gründlich reinigen.
Da die Fellpflege Ihres Haustieres teuer sein kann, können Sie dies auch selbst zu Hause erledigen. Krallen schneiden, Ohren reinigen, abgestorbene Hautschuppen entfernen, Flöhe erkennen und Ihrem Hund einen Haarschnitt verpassen – all das ist problemlos möglich, solange Sie die richtigen Werkzeuge verwenden und die Anweisungen befolgen.
Pflegetipps

Hundehalter sollten wissen, dass die Verwendung der richtigen Werkzeuge bei der Fellpflege ihrer Vierbeiner sehr wichtig ist. Manche Fellarten erfordern Bürsten mit Naturborsten, andere hingegen solche mit steifen Borsten. Hier sind ein paar Tipps zur Fellpflege Ihres Hundes:
- Verwenden Sie milde, chemikalienfreie Shampoos, die speziell für Hunde entwickelt wurden.
- Verwenden Sie nicht Ihre eigene Krallenschere, um die Krallen Ihres Hundes zu schneiden. Da Hundekrallen gebogen sind, können Sie damit leicht die Haut verletzen.
- Untersuchen Sie dünn behaarte Stellen am Körper Ihres Hundes, wie zum Beispiel den Bauch, auf Flöhe. Sie können die Flöhe einfach auskämmen oder abbürsten.
- Kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt, wenn Sie Veränderungen im Fell Ihres Hundes feststellen.
- Verkürzen Sie die Abstände zwischen den Fellpflegesitzungen während des Fellwechsels.
- Vergessen Sie nicht, auch die Außenseite der Ohren Ihres Hundes zu reinigen.
- Putzen Sie Ihrem Hund täglich die Zähne.
Zusammenfassung
Die einzige Möglichkeit, die Gesundheit Ihres Hundes zu gewährleisten, ist regelmäßige Fellpflege. Nach dem Lesen dieses Artikels sollten Sie die individuellen Pflegebedürfnisse Ihres Vierbeiners kennen. Je nach Rasse, Fellart und Haartyp Ihres Hundes können Sie einen Pflegeplan erstellen und diesen konsequent einhalten. Wichtig ist auch die Verwendung der richtigen Pflegeutensilien, wenn Sie die Fellpflege selbst übernehmen.